Mahnmal Bodesruh  

17. Juni 1964     Einweihungsfeier

17. Juni 2014     50 Jahre Mahnmal Gedenkfeier


 

Die Gedenkfeier für das Mahnmal ist "Geschichte". 

Der Heimat- und Verkehrsverein dankt allen Beteiligten für die geleistete Arbeit, dem Gesangverein Kleinensee für den würdigen Rahmen der Feierstunde.


 

Der Gesangverein Kleinensee und das Mahnmal


 

Die Festredner und der Vorstand auf der Treppe zum Mahnmal.


 


 


 

Die Besucher lauschen den Worten der Festredner.


 

 

Die Bilderaustellung des HVV in den Räumen der Gaststätte Bodesruh


 

 

Gemütliches Zusammensein im Biergarten Bodesruh.


 

Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Gruppe LEF


 

 

Folgender Ablauf istgeplant:

16:00 Uhr Beginn der Veranstaltung amMahnmal

 

1)    Begrüßung durch den 1. VorsitzendenJürgen Söhnlein

2)    Grußwort des Landrates

3)    1. Liedvortrag des GesangvereinsKleinensee

4)    Grußwort des Bürgermeisters

5)    2. Liedvortrag des GesangvereinsKleinensee

6)    Grußwort der Denkmalschutzbehörde -

7)    Grußwort der Lutherweggesellschaft -Herr Hartmut Ziehn

8)    Beschreibung des Denkmals durch HerrnKurz

9)    3. Liedvortrag des GesangvereinsKleinensee (Nationalhymne)

 

17:00 Uhr Bilderausstellung in denGasträumen Bodesruh

  

Für das leibliche Wohl sorgt die Gaststätte Bodesruh mit Würstchen vom Grill 

und Kloster Kreuzberg Faßbier!

 

Ein aktuelles Bild des Mahnmals an einem Sonntag!


 

Eine Postkarte kurz nach der Fertigstellung.


 

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Ein Artikel im Mitteilungsblatt Heringen vom Donnerstag,

den 13. Februar 2014 veranlasst mich, etwas in Erinnerung 

zu bringen...

 

Zu den Planungen von Windkrafträdern am Höhenzug des Seulingswaldes oberhalb Kleinensee möchte ich keine Stellung nehmen, aber zum Mahnmal Bodesruh.


 

Auszug  aus dem Mitteilungsblatt Heringen:

Stellungnahme
Stellungnahmeder Stadt Heringen (Werra) zum Entwurf des Teilregionalplan Energie Nordhessen,2013. Entwurf zur 1. Offenlegung

.

.

.....Angesichts des hohen Anteils vonVorrangflächen für die Windenergieerzeugung im Stadtgebiet Heringen (Werra) istes mehr als unglücklich, auch und gerade im Hinblick auf die Akzeptanz derWindenergieerzeugung in der lokalen Bevölkerung, genau die Flächen zustreichen, von denen die Stadt Heringen (Werra) und damit die Bürgerinnen undBürger der Stadt Heringen (Werra) unmittelbar über die Pachteinnahmenpartizipieren können.
DieEinhaltung eines Schutzabstandes vom Mahnmal Bodesruh hält die Stadt Heringen(Werra) für entbehrlich, da der Charakter des Mahnmals als Gedenkstätte für diedeutsche Teilung durch eine in der Nähe befindliche Windkraftanlage nichtbeeinträchtigt wird. Ohnehin hat die Anlage durch die deutscheWiedervereinigung viel von ihrer früheren Besucherresonanz verloren.....

 

Die Besucherresonanz ist nicht mehr so stark wie zu Zeiten der unsäglichen Grenze durch unser Heimatland. Jedoch sollte man dieses Mahnmal nicht nur als "Klotz am Bein" betrachten, sondern als Erinnerung an wichtige Ereignisse unserer Geschichte, die sich nie wiederholen dürfen.


 

 http://de.wikipedia.org/wiki/Aufstand_des_17._Juni


 

Der Heimat- und Verkehrsverein Kleinensee führt das Bild dieses Mahnmals als Vereinsemblem und wird dieses Jahr am  

17. Juni 2014 zur   50 Jahr-Feier der Einweihung eine Veranstaltung am Mahnmal und dem Jagdhaus veranstalten.


 


 

 

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Im Internet habe ich eine Postkarte des Mahnmals Bodesruh gefunden und für die Bildersammlung des Heimat- und Verkehrsvereins Kleinensee gekauft. Es handelt sich um eine ungelaufene Postkarte von ca. 1964, die eine Ansicht des Mahnmals von Süd Richtung Nord zeigt.

 

Im Hintergrund ist das Jagdhaus Bodesruh, sowie die Landstraße von Kleinensee zu erkennen. Die neu gebaute Stützmauer unterhalb der Gaststätte ist noch gut zu erkennen.

 

  

 Seltsam ist nur, daß die Landkarte von Deutschland in dieser Perspektive zu sehen ist! Sie befindet sich auf allen anderen Bildern und auch zur Zeit auf der linken Seite des Mahnmals.

 

Die Postkarte wurde vom Fotografen H. Röttig Heringen ca. 1964 herausgebracht.

 

Ist es eine Fotomontage oder war das Relief am Anfang auf der linken Seite des Mahnmals?

 

Wer etwas zu dieser seltsamen Geschichte weiß, sollte sich bitte bei mir melden.

 

Von den angeblichen 5000 Besuchern der Einweihungsfeier 1964 habe ich noch nicht einen sprechen können!!!

 

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Das Mitglied des Kreisausschusses Helmut Miska eröffnete den Tag des offenen Denkmals am Mahnmal Bodesruh

 

 

 

Am 22. Juni 2013 fand ein Sommerfest am Jagdhaus Bodesruh statt. Im Jagdhaus Bodesruh wurden Bilder ausgestellt, die an die Erbauung des Mahnmals erinnern.

Da die Einweihung des Mahnmal am 17. Juni 1964 nach Fertigstellung der Außenanlagen gefeiert wurde, wird auch nach 50 Jahren ein Fest im Jahre 2014 stattfinden.  

Der Turm ist das Erkennungszeichen des Heimat- und Verkehrsvereins Kleinensee  

                                     

1963 als Mahnmal an der "Zonengrenze" erbaut, ermöglichte es den Blick in das Dorf Kleinensee, damals von drei Seiten vom Grenzzaun und einer Mauer umgeben.

 

Das vor 50 Jahren errichtete Mahnmal Bodesruh erinnert an die Teilung der Region durch die deutsch-deutsche Grenze bis 1989 und in seiner Form an den  

17. Juni 1953.

 

 

 

Es befindet sich oberhalb von Kleinensee.

 

Die Jahre nach 1945 stellten die Gemeinde Kleinensee plötzlich vor eine Reihe schwieriger Probleme. Die hessische Gemeinde Kleinensee war entsprechend seiner geographischen Lage überwiegend nach Thüringen orientiert, so führten die Zufahrtsstraßen nach Kleinensee über Thüringer Gemeinden.

Nachdem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen führte dies zu Problemen, weil Hessen und Thüringen zu unterschiedlichen Besatzungszonen gehörten.

Ab Mai 1952 sperrte die DDR schließlich die Grenze komplett. Für die gesperrten Zufahrtswege musste der nicht ausgebaute Holzabfahrweg über den Seulingswald provisorisch hergerichtet werden.

 

Auch die Zufahrtsstraßen nach Kleinensee führten über Großensee und Dankmarshausen, beides in Thüringen gelegene Gemeinden.  

Kleinensee stellte mit den übrigen Gemeinden nicht nur eine wirtschaftliche Einheit dar, sondern es bestanden auch viele verwandtschaftliche Beziehungen. Dass die Verwaltungsgrenzen zwischen Thüringen und Preußen, die gar nicht mehr als Grenzen empfunden wurden, plötzlich nach 1945 wirklich wieder eine Grenze werden sollten,  wollte man zunächst gar nicht wahrhaben.

Konnten bis 1952 durch so genannte Grenzübertrittsscheine die härtesten Folgen noch gemildert werden, war dann im Mai 1952 die Grenze endgültig dicht.

 

Am 17. Juni 1964 wurde nach Abschluss der Arbeiten das >>Mahnmal der Deutschen Teilung<< eingeweiht. Es handelt sich dabei um einen 13 Meter hohen Aussichtsturm mit einer über eine freistehende Wendeltreppe zu erreichenden Plattform.  

Zwei schmale Betonstreben umschließen die Wendeltreppe, ragen empor und sind im oberen Teil geöffnet.

  

Von der Aussichtsplattform sieht man sowohl den hessischen Ortsteil Kleinensee als auch das thüringische Großensee. Am Turm wurde ein Relief angebracht, das ursprünglich Deutschland in den Grenzen von 1937 zeigte.  

Vertiefungen markieren die Städte Berlin, Dresden, Leipzig, Breslau und Stettin.  

Der Teil der Tafel, der die deutschen Ostgebiete zeigte, wurde entfernt, so dass nur noch die Fläche Deutschlands in den Grenzen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR gezeigt wurde.  

 

Bekannte Orte sind am Turm mittels Richtungsanzeigern markiert.

 

Der Turm sollte schon in seiner äußeren Form auf die Spaltung Deutschlands hinweisen.

 

Die Finanzierung dieses Mahnmals übernahmen das Land Hessen, der Landkreis Hersfeld und die Gemeinde Kleinensee.

 

Da das Mahnmal und die gesamte Gegend an der Zonengrenze sehr viel von Fremden besucht wurde, die sich über die Situation an der Zonengrenze unterrichten wollten, hat die Gemeinde Kleinensee weiterhin eine bestehende Gaststätte erweitert, damit den Besuchern auf gastronomischen Gebiet etwas geboten wurde.

Bis zur Wende wurde dieser Ort auch häufig von ehemaligen DDR-Bürgern besucht, um einen Blick in ihre alte Heimat zu werfen.

Die gesamte Anlage muss als eine überörtliche Angelegenheit gesehen werden,

zu der die Gemeinde Kleinensee - da diese Einrichtungen auf dem Gebiet der Gemeinde stehen - als Bauträger aufgetreten ist.

 

Auszug aus den Planungen zum Bau des Denkmals:

Eine Besprechung zu den Planungen fand am 28. August 1961 auf  Bodesruh statt. Teilnehmer waren der damalige Bürgermeister der Gemeinde Kleinensee Heinrich Schäfer, der Bildhauer Hugues aus Kassel, der Architekt Schuhmann aus Bad Hersfeld und der Bauassessor Wagner vom Kreisbauamt Bad Hersfeld.

Zuerst wurde durch Begehen und Prüfen des möglichen Geländes der Standort des Turmes festgelegt. Das Gelände gehörte der Gemeinde Kleinensee.  

Herr Bürgermeister Schäfer versprach, dafür zu sorgen, dass die im Wege stehenden Nadelbäume abgeholzt werden. Ferner sagte er zu, dass sich die Gemeinde verpflichten wird, den Baumbewuchs so unter Kontrolle zu halten, dass in Zukunft stets die Sicht von dem geplanten Turm erhalten bleibt.

 

Als Grundsatz für die Ausarbeitung wurde der Vorschlag Wagner angenommen, der zwei Stahlbetonböcke vorsieht, die sich aneinander lehnen wollen, aber durch einen Spalt getrennt sind. Die Aussichtsplattform verbindet beide Teile. Verschiedene Skizzen wurden gemeinsam angefertigt.

 

Informationstafeln und Sitzbänke wurden eingerichtet.

Eine Lautsprecheranlage und Beleuchtungseinrichtungen wurden installiert.

Von der Firma Andre Bad Hersfeld wurde ein Aussichtsfernrohr mit Münzautomat geliefert.

 

Heute wie gestern erlaubt der Aussichtsturm des Mahnmals Bodesruh einen herrlichen Blick auf das Gerstunger Becken und den Monte Kali, der sich nahe Heringen befindet. 

Bei guter Witterung reicht der Blick bis weit in die ehemalige DDR.

 

Für die Kleinenseer Bevölkerung war das Jagdhaus Bodesruh mit dem Mahnmal von 1952 bis zur Grenzöffnung das einzige Ziel, welches zu Fuß zu erreichen war.

 

1974/75 wurden erste Renovierungsarbeiten fällig.

 

Rund 250 Meter vom Turm entfernt befindet sich ein beliebtes Ausflugslokal.


Diese nahe gelegene Ausflugsgaststätte Jagdhaus Bodesruh ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren in den großen Waldgebieten des Seulingswaldes.

  

 

 

Aussichtsturm mit Blick in das thüringische Werratal

 

Interessante Internetseiten mit Informationen zum Mahnmal und zur Gaststätte.

 

http://www.grenzerinnerungen.de/bilder/nach_der_wende/bodesruh

http://www.grenzerinnerungen.de/images/Bodesruh-Kleinensee/Mahnmal1.jpg

http://www.werraweb.de/bilderbogen/panoramabodesruh.php

http://www.widdershausen.de/bodesruh.html

http://www.werraweb.de/bilderbogen/panoramabodesruh.php

 



 

 

Eduard Bode

 

 

 

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